Die verpasste Party
Hast du schon mal Freunde zu einer richtig großen Party eingeladen, die dir sehr wichtig war – und dann haben manche abgesagt, aus Gründen, die du einfach nicht nachvollziehen konntest? Dann weißt du, wie Gott sich oft fühlt – zumindest nach einer Geschichte im Lukasevangelium (Kapitel 14, 15-24), die Jesus erzählt hat.
„Ein Mensch machte ein großes Mahl“, fängt Jesus zu erzählen an. Es sollte eine Riesenparty werden, ein Festmahl, weder Kosten noch Mühen wurden gescheut. Als alles so weit war, alles Fleisch und Würstchen gegrillt, die Salate angerichtet, die Tische gedeckt, schickte der Gastgeber seinen Diener aus, um den Gästen Bescheid zu sagen. „Kommt, denn es ist schon alles bereit!“ – hallt der Ruf durch die Stadt (Lukas 14,17) Die Gäste aber kamen mit allen möglichen Entschuldigungen.
„Sorry, ich habe gerade keine Zeit, weißt du, ich muss unbedingt einen Acker anschauen, den ich gestern noch gekauft habe, ich habe keine Ahnung wie der aussieht“. Man muss keine landwirtschaftliche Ausbildung haben, um zu erkennen, dass hier etwas faul ist. Niemand kauft unbesehen einen Acker. Dafür muss er ihn genau jetzt anschauen.
Und so geht es weiter – Ausreden über Ausreden. Alle haben plötzlich etwas Besseres zu tun. Keiner hat Zeit. Der Diener kehrt zurück, ganz alleine, ohne einen einzigen Gast.
Gott macht das größte Fest aller Zeiten.
Und jeder Mensch ist eingeladen.
Der Punkt, den Jesus mit der Geschichte – oder dem Gleichnis – machen möchte, liegt auf der Hand. Gott ist derjenige, der alle Menschen zu einem Fest einlädt. Alles ist bereitet. Alles ist bezahlt. Den Himmel kann man nicht verdienen. Die Eintrittskarte zum Reich Gottes kann man nicht kaufen. Man kann sich nur einladen lassen, und die Einladung annehmen.
Das ist deswegen möglich, weil Jesus alles bezahlt hat. Er hat das getan, was wir nicht tun konnten.
Aber vielen Menschen fällt es schwer, etwas anzunehmen. Die möchten sich lieber nichts schenken lassen.
Die Gäste, die sich im zweiten Teil der Geschichte dann einladen lassen, wissen, dass sie für so ein Fest komplett unwürdig sind. Sie kommen auf Krücken daher, in Rollstühlen, mit Blindenstöcken. Aber sie haben die Einladung einfach angenommen, und erleben das schönste Fest, mit allem, was das Herz begehrt. Vor allem erleben sie die Gegenwart des Gastgebers, dem sie alles verdanken.
Hast du dich auch einladen lassen?
… oder wie lautet deine Ausrede?
Hast du Gottes Einladung schon gehört? Er ruft sie heute noch in die Welt hinaus. An vielen Stellen in der Bibel, erschallt auch heute sein Ruf, „Kommt her zu mir!“ Wie reagierst du? Was ist dir wichtiger als die Gemeinschaft mit dem einzigen, der dich kennt, mit dem, der dich liebt, der genau dich bei sich haben will?
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!
MATTHÄUS 11,28